Was sucht eine riesige goldene Honigwabe im tiefen Weltall?
Prompted by Ein NerdSip-Lerner
Check die Technik hinter den zwei größten Weltraum-Augen der Menschheit.
Stell dir vor, du suchst jemanden hinter einer dichten Rauchwolke. Mit deinen Augen siehst du nur Qualm. Doch mit einer Wärmebildkamera erkennst du die Körperwärme, die einfach durchscheint. Genau das ist der entscheidende Unterschied zwischen diesen beiden Legenden.
Das Hubble-Teleskop sieht das Universum fast wie wir – im sichtbaren Licht (plus etwas UV). Es liefert uns seit über 30 Jahren diese ikonischen, farbenfrohen Galaxienfotos, die wie Weltraum-Fotografie auf Steroiden wirken. Hubble ist quasi unser Standardauge im Orbit.
Das James-Webb-Teleskop (JWST) nutzt hingegen Infrarot. Warum? Staubwolken im All blockieren normales Licht, aber Infrarotwellen gleiten einfach hindurch. Webb blickt so in Sternentstehungsgebiete, die für Hubble unsichtbar bleiben. Es ist wie ein Röntgenblick für den gesamten Kosmos!
Kurz gesagt
Hubble sieht sichtbares Licht; Webb nutzt Infrarot, um durch kosmischen Staub zu blicken.
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Warum beobachtet das James-Webb-Teleskop das All im Infrarotlicht?
Um schwaches Licht aus der Ferne einzufangen, braucht man einen riesigen Eimer. Bei Teleskopen ist dieser „Eimer“ der Hauptspiegel. Hubbles Spiegel ist ein solides Stück Glas, etwa 2,4 Meter breit. Es kreist im niedrigen Erdorbit, nur 570 km über uns – nah genug für frühere Reparaturen durch Astronauten.
Webb ist ein echtes Biest. Sein Spiegel misst 6,5 Meter und besteht aus 18 vergoldeten Segmenten, die wie Origami gefaltet in der Rakete starteten. Da Webb Wärme (Infrarot) misst, muss die Hardware extrem kalt gehalten werden, um sich nicht selbst zu blenden.
Deshalb parkt Webb nicht bei der Erde, sondern 1,5 Millionen Kilometer entfernt am Punkt L2. Dort versteckt es sich im Erdschatten und nutzt einen Sonnenschutz so groß wie ein Tennisplatz, um die Instrumente auf -223°C zu kühlen. Während Hubble in unserem „Vorgarten“ ist, campt Webb im nächsten Bundesland!
Kurz gesagt
Webb hat einen viel größeren Spiegel und parkt weit weg (L2), um extrem kalt zu bleiben.
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Warum befindet sich das James-Webb-Teleskop am weit entfernten Punkt L2?
Teleskope sind eigentlich Zeitmaschinen. Da Licht Zeit braucht, um zu reisen, ist der Blick ins All ein Blick in die Vergangenheit. Doch während sich das Universum ausdehnt, wird das Licht der ersten Sterne gestreckt – es verschiebt sich von sichtbarem Licht ins Infrarote.
Dieses Phänomen nennt man Rotverschiebung. Da Hubble auf sichtbares Licht fokussiert ist, reicht sein Blick „nur“ 13,4 Milliarden Jahre zurück – es sieht Galaxien sozusagen als „Kleinkinder“.
Webb wurde gebaut, um genau dieses gestreckte Infrarotlicht einzufangen. Es sieht bis zu 200 Millionen Jahre nach dem Urknall zurück und sucht nach den „Babyfotos“ der allerersten Galaxien. Während Hubble uns zeigte, wie Galaxien wachsen, zeigt Webb uns ihren Ursprung. Zusammen erzählen sie die ganze Geschichte des Seins!
Kurz gesagt
Webb nutzt Infrarot, um die „Rotverschiebung“ zu knacken und die ersten Galaxien zu sehen.
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Was passiert mit dem Licht aus dem frühen Universum auf seinem Weg zu uns?
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