Was für ein Aroma hat das unendliche Vakuum wirklich?
Prompted by Ein NerdSip-Lerner
Entdecke die bizarre Chemie hinter dem Aroma des Kosmos.
Hast du dich je gefragt, wie die letzte Grenze eigentlich duftet? Da der Weltraum ein fast perfektes Vakuum ist, kannst du nicht einfach das Fenster deiner Kapsel runterkurbeln und tief einatmen. Ein solcher Versuch würde leider tödlich enden!
Doch woher wissen wir dann, wie es dort riecht? Das Geheimnis liegt in der Luftschleuse. Wenn Astronauten der ISS Außeneinsätze durchführen, sind ihre Anzüge der harschen, ungefilterten Umgebung unseres Sonnensystems direkt ausgesetzt.
Sobald sie zurückkehren und die Schleuse unter Druck gesetzt wird, nehmen sie die Helme ab. Sofort weht ein stechender, markanter Geruch von den Anzügen, Helmen und Werkzeugen herüber. Das Vakuum mag leer sein, ist aber voller winziger Partikel, die als blinde Passagiere mit nach drinnen reisen.
Kurz gesagt
Wir kennen den Geruch des Alls durch Partikel, die nach Außeneinsätzen an den Anzügen haften.
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Wie erleben Astronauten den Geruch des Weltraums?
Fragt man Astronauten nach dem Duft unseres Sonnensystems, antworten sie nicht mit „Nichts“. Tatsächlich beschreiben sie ein komplexes Bouquet aus industriellen und überraschend herzhaften Aromen, die noch lange nach einem Weltraumspaziergang in der Nase hängen.
Viele vergleichen den Geruch mit einer seltsamen Mischung aus heißem Metall, verbranntem Schießpulver und süßlichen Schweißdämpfen. Andere nehmen Noten von verbrannten Mandelplätzchen, Bremsbelägen oder sogar Walnüssen wahr.
Der berühmteste Vergleich ist jedoch das scharf angebratene Steak. Viele Entdecker berichten, dass ihre Schutzausrüstung fast exakt wie ein Holzkohlegrill an einem späten Sommerabend riecht. Der Konsens: Unsere kosmische Nachbarschaft hat ein schweres, verbranntes und metallisches Profil.
Kurz gesagt
Das Weltall riecht überraschend nach Grillparty gepaart mit einer Metallwerkstatt.
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Welche Beschreibung wird oft für den Geruch des Weltraums genutzt?
Warum riecht das eiskalte Vakuum wie ein Grillabend? Die Antwort auf dieses kosmische Rätsel liegt im dramatischen Tod alter Sterne. Wenn massive Sonnen ihr Lebensende erreichen, setzen sie gewaltige Energien frei und schleudern Materie durch das Universum.
Diese heftige interstellare Verbrennung erzeugt extrem stechende Verbindungen, die als Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bekannt sind. Diese Moleküle schweben endlos durch den Kosmos und haften an Kometen, Meteoren und schließlich auch an den Raumanzügen.
Das Faszinierende daran: Wir kennen diese PAKs auch hier auf der Erde. Es sind genau die chemischen Verbindungen, die in Kohle, Rohöl oder den verkohlten Resten eines viel zu lange gegrillten Burgers vorkommen. Der Weltraum ist also eine riesige chemische Küche.
Kurz gesagt
Sterbende Sterne erzeugen PAK-Moleküle – dieselben Stoffe, die verbranntes Essen verkohlt riechen lassen.
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Welches Ereignis ist primär für die Entstehung der PAK-Moleküle verantwortlich?
Während die PAKs das Steak-Aroma erklären, bleibt der scharfe metallische Beigeschmack von „Schweißdämpfen“ ein weiteres Rätsel. Hierfür machen Wissenschaftler eine faszinierende chemische Reaktion direkt in der Luftschleuse verantwortlich.
Das All ist voller atomarem Sauerstoff – einzelne, ungebundene Atome, die frei umherschweben. Während eines Außeneinsatzes bleiben diese einsamen Atome an der Außenhülle des Raumanzugs kleben wie unsichtbarer Staub.
Wenn der Astronaut die Station betritt, wird die Schleuse mit normalem Sauerstoff (O2) geflutet. Die einzelnen Atome verbinden sich blitzartig mit dem O2 zu Ozon (O3). Dieser Prozess erzeugt einen scharfen, beißenden und metallischen Duft. Ein Teil des „Weltraumgeruchs“ entsteht also erst direkt unter der Nase des Astronauten!
Kurz gesagt
Der metallische Duft entsteht durch Ozon, das bei einer chemischen Reaktion in der Luftschleuse gebildet wird.
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Welches Molekül entsteht in der Schleuse und verursacht den metallischen Geruch?
Unser lokales Sonnensystem mag nach Schießpulver und Ozon riechen, doch der Rest des Universums bietet ein wesentlich süßeres Menü an Düften. Verschiedene Regionen im All besitzen völlig unterschiedliche chemische Zusammensetzungen.
Astronomen haben ihre Teleskope auf Sagittarius B2 gerichtet, eine riesige Staubwolke nahe dem Zentrum der Milchstraße. In dieser gewaltigen Wolke entdeckten sie eine chemische Verbindung namens Ameisensäureethylester.
Auf der Erde ist genau dieser Stoff dafür verantwortlich, dass Himbeeren ihren süß-säuerlichen Geschmack haben – und er verleiht auch Rum sein markantes Aroma. Könnte man im Zentrum unserer Galaxie gefahrlos einatmen, würde es dort also wie ein fruchtiger, intergalaktischer Cocktail duften!
Kurz gesagt
Das Zentrum unserer Galaxie riecht nach Himbeeren und Rum, da dort Ameisensäureethylester vorkommt.
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Welcher Stoff verleiht der Wolke Sagittarius B2 den Duft von Himbeeren und Rum?
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