Bekommt unser Sonnensystem jemals eine zweite brennende Sonne?
Prompted by Ein NerdSip-Lerner
Verstehe, warum Jupiter als „gescheiteter Stern“ gilt.
Hast du Jupiter schon mal betrachtet und dich gefragt, woraus er besteht? Im Gegensatz zur Erde, einem soliden Felsbrocken, auf dem du stehen kannst, ist Jupiter ein gigantischer, wirbelnder Gasball. Tatsächlich besteht er aus exakt denselben Zutaten wie unsere Sonne!
Jupiter setzt sich fast vollständig aus Wasserstoff und Helium zusammen. Das sind die leichtesten und häufigsten Baustoffe im Universum. Wenn du einen Stern von Grund auf backen würdest, hättest du mit Jupiter bereits die perfekte Mischung in deiner kosmischen Rührschüssel.
Wegen dieser Ähnlichkeit bezeichnen Astronomen Jupiter oft als „gescheiterten Stern“. Vor Milliarden von Jahren entstand er aus derselben Staub- und Gaswolke wie die Sonne und schnappte sich die restlichen Materialien.
Aber wenn das Rezept stimmt, warum leuchtet er nicht? Um das zu verstehen, müssen wir uns den „Ofen“ ansehen, der diesen kosmischen Kuchen backt: Gravitation und Druck.
Kurz gesagt
Jupiter besteht aus Wasserstoff und Helium – genau wie die Sterne.
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Woraus besteht Jupiter hauptsächlich?
Jupiter hat also die perfekten Zutaten. Was ging bei der Entstehung schief? Die Antwort ist simpel: Gewicht. Oder physikalisch korrekter ausgedrückt: Masse.
Damit ein Gasball zum lodernden Stern wird, muss er unglaublich schwer sein. Wenn ein Objekt so massiv ist, zieht seine eigene immense Schwerkraft alles nach innen. Dadurch entstehen im Kern unvorstellbare Hitze und extremer Druck.
Irgendwann wird es so heiß, dass Wasserstoffatome zur Fusion gezwungen werden. Dieser Prozess nennt sich Kernfusion – der Motor, der jeden Stern zum Leuchten bringt.
Jupiter ist schlicht zu leicht, um dieses Feuer zu entfachen. Er müsste etwa 80-mal schwerer sein, um den nötigen Druck im Kern aufzubauen. Im Vergleich zur Erde ist er zwar ein Gigant, im Reich der Sterne aber ein echtes Leichtgewicht.
Kurz gesagt
Jupiter fehlt die Masse, um die nötige Hitze für eine Kernfusion zu erzeugen.
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Welcher Prozess lässt einen Stern leuchten?
Spielen wir ein Gedankenspiel: Was, wenn Jupiter plötzlich genug Gas schluckt, 80-mal schwerer wird und zündet? Würde die Erde unter der Hitze zweier Sonnen verglühen?
Nicht wirklich! Selbst wenn Jupiter zum Stern würde, wäre er nur ein Roter Zwerg – die kleinste und schwächste Sternenart. Er würde nur schwach rötlich glimmen und wäre kein Vergleich zu unserer strahlend gelben Sonne.
Da Jupiter hunderte Millionen Kilometer entfernt ist, würde uns diese „zweite Sonne“ kaum wärmen. Er sähe am Nachthimmel eher wie ein extrem heller, roter Punkt aus. Vielleicht heller als der Vollmond, aber niemals hell genug, um die Nacht zum Tag zu machen.
Keine Sorge: Es gibt im Sonnensystem kein freies Gas mehr, das Jupiter „fressen“ könnte. Er bleibt der prächtige, stürmische Außenseiter, den wir heute kennen.
Kurz gesagt
Selbst als Stern wäre Jupiter zu weit weg, um das Leben auf der Erde spürbar zu beeinflussen.
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Was für ein Stern wäre Jupiter, wenn er genug Masse zum Zünden hätte?
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