Eine schnelle Denk-Challenge zu klassischen KI-Schwächen: Buchstaben zählen, versteckte Annahmen, Mathefallen und ein visuelles Muster-Puzzle.
KI-Sprachmodelle wie ChatGPT (GPT-4o) sind darauf trainiert, das nächste Token in einer Sequenz vorherzusagen — nicht, von Grundprinzipien aus zu denken. Das macht sie überraschend schlecht bei Aufgaben, die für Menschen einfach erscheinen:
ARC-AGI (Abstraction and Reasoning Corpus for Artificial General Intelligence) wurde von Deep-Learning-Pionier François Chollet als Benchmark für allgemeine Intelligenz entwickelt — nicht nur für auswendig gelerntes Wissen. Jedes Puzzle zeigt einige Eingabe→Ausgabe-Rasterbeispiele, und man muss die Regel ableiten, um einen neuen Testfall zu vervollständigen.
Als ARC-AGI-2 im März 2025 gestartet wurde, erzielten alle Frontier-KI-Modelle — GPT-4o, Claude 3.7, Gemini 2.0 Flash — zwischen 0 % und 1,3 %. Der menschliche Durchschnitt liegt bei 60 %. Nur mit extrem teurem Multi-Versuch-Scaffolding (30–77 $ pro Frage) näherten sich KI-Systeme der menschlichen Leistung. Der ARC-AGI-Datensatz steht unter der Apache 2.0-Lizenz der ARC Prize Foundation.
GPT-4o (ohne erweitertes Nachdenken) erreicht bei den Fragen in dieser Challenge etwa 1/10, basierend auf dokumentierter Forschung und weit verbreiteten Fehlerberichten aus den Jahren 2024–2025. Die einzige Frage, die es zuverlässig richtig beantwortet (das 28-Tage-Rätsel), ist inzwischen bekannt genug, um in den Trainingsdaten von GPT zu erscheinen. Bei neuartigen Varianten aller anderen Fragen liegt die Fehlerquote zwischen 40–100 %.
Die meisten Menschen, die diese Fragen sorgfältig angehen, erreichen 6–8/10. Das ARC-Puzzle und das „Porträt"-Logikrätsel sind am schwierigsten — sie bringen sowohl Menschen als auch KI zum Stolpern, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
5 originale ARC-AGI-Puzzles — der Benchmark, an dem Frontier-KI scheitert. Menschen schaffen im Schnitt 60 %. Basis-KI erreicht ~0 %. Kostenlos.