Was bewegt fast zwei Milliarden Menschen weltweit?
Prompted by Ein NerdSip-Lerner
Lernen Sie die fundamentalen Säulen und Glaubenssätze des Islam kennen.
Der Islam ist eine Weltreligion mit über 1,9 Milliarden Anhängern. Doch hinter der großen Zahl steckt ein einfaches Prinzip. Das Wort „Islam“ entstammt einer arabischen Wurzel, die sowohl Frieden als auch Hingabe bedeutet.
Ein Muslim zu sein heißt schlichtweg, Frieden in der freiwilligen Hingabe an Gott zu finden. Man kann es sich wie einen Kompass vorstellen, der nach Norden ausgerichtet wird – es geht um Orientierung und Sinn im Leben.
Im Islam wird Gott als Allah bezeichnet. Das ist schlicht das arabische Wort für „Der Gott“. Auch arabischsprachige Christen und Juden nutzen genau dieses Wort in ihren täglichen Gebeten.
Muslime glauben an einen strengen Monotheismus. Es gibt nur einen barmherzigen Schöpfer des Universums, der keine Partner oder Gleichen hat und alles Leben erhält.
Kurz gesagt
Islam bedeutet Frieden durch die Hingabe an den einen Gott (Allah).
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Was ist die Kernbedeutung des Wortes „Islam“?
Im Islam gilt Gott als Quelle der Weisheit, der über Jahrtausende Propheten sandte. Viele Namen wie Noah, Abraham, Moses und Jesus sind auch im Islam tief verehrt und fest verankert.
Prophet Muhammad wird jedoch als das „Siegel der Propheten“ betrachtet. Geboren um 570 n. Chr. in Mekka, war er schon früh für seine Aufrichtigkeit bekannt und trug den Beinamen „Der Vertrauenswürdige“.
Im Alter von 40 Jahren empfing er während einer Meditation seine erste Offenbarung. Den Rest seines Lebens widmete er der Botschaft von Gerechtigkeit, Monotheismus und Mitgefühl für alle Wesen.
Wichtig ist: Muslime verehren Muhammad zutiefst, aber sie beten ihn nicht an. Er gilt als Mensch, der erwählt wurde, die letzte Botschaft Gottes zu überbringen.
Kurz gesagt
Muhammad wird als der letzte Gesandte Gottes geehrt, jedoch nicht angebetet.
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Wie betrachten Muslime Prophet Muhammad im Vergleich zu Moses oder Jesus?
Der Koran ist das Herzstück des Islam. Muslime glauben, dass er das wortwörtliche Wort Gottes ist, das Muhammad über einen Zeitraum von 23 Jahren offenbart wurde.
Anders als eine chronologische Biografie ist der Koran ein spiritueller Leitfaden. Er behandelt Ethik, Recht, Geschichten früherer Gesandter und das Wesen des Schöpfers in poetischer Sprache.
Ursprünglich auf Arabisch offenbart, wird er auch heute noch weltweit im Original rezitiert. Dies stellt sicher, dass die ursprüngliche Botschaft über 1.400 Jahre hinweg unverändert blieb.
Man kann den Koran als ein „Handbuch für das Leben“ verstehen. Er soll die Menschheit zu innerem Frieden, spiritueller Klarheit und einem rechtschaffenen Dasein führen.
Kurz gesagt
Der Koran gilt als das direkte Wort Gottes und dient als spiritueller Wegweiser.
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Was beschreibt den Inhalt und das Wesen des Korans am besten?
Stellen Sie sich den Islam wie ein Haus vor: Die Fünf Säulen bilden das Fundament, das alles trägt. Es sind verpflichtende Handlungen, die den Alltag und das Leben eines Muslims prägen.
Diese Säulen sind praktisch und handlungsorientiert. Während der Glaube im Herzen wohnt, machen die Säulen diesen Glauben in der physischen Welt für den Einzelnen und die Gemeinschaft sichtbar.
Sie verleihen dem Leben einen spirituellen Rhythmus. Manche sind täglich (Gebet), andere jährlich (Fasten und Spenden) und eine ist ein Ziel für das gesamte Leben (Pilgerreise).
Zusammen bringen sie die Beziehung zu Gott und die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft – also Spiritualität und soziale Gerechtigkeit – in ein harmonisches Gleichgewicht.
Kurz gesagt
Die Fünf Säulen sind die praktischen Taten, die den Glauben eines Muslims sichtbar machen.
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Was ist der Hauptzweck der Fünf Säulen im Islam?
Die erste Säule ist die Schahada, das Glaubensbekenntnis. Sie ist die wichtigste Säule, da das gesamte Gebäude des Islam auf dieser einen Überzeugung ruht.
Die Schahada ist ein kurzer, aber tiefgründiger Satz: „Es gibt keinen Gott außer Gott, und Muhammad ist der Gesandte Gottes.“
Wer diesen Satz mit aufrichtiger Überzeugung ausspricht, tritt offiziell in den islamischen Glauben ein. Er wird Neugeborenen ins Ohr geflüstert und begleitet Muslime oft bis zu ihrem letzten Atemzug.
Es ist das ultimative Bekenntnis der Loyalität. Es erinnert Muslime daran, ihren Schöpfer über die Hektik und die materiellen Versuchungen des modernen Lebens zu stellen.
Kurz gesagt
Die Schahada ist das einfache Glaubensbekenntnis, das den Eintritt in den Islam markiert.
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Wie lautet die Übersetzung der Schahada?
Die zweite Säule ist Salat, das rituelle Gebet. Es handelt sich dabei nicht um spontane Wünsche, sondern um hochstrukturierte körperliche und spirituelle Meditationen.
Muslime beten in Richtung Mekka zu fünf festen Zeiten: im Morgengrauen, mittags, nachmittags, abends und nachts. Die Bewegungen drücken die totale Ergebenheit gegenüber Gott aus.
Betrachten Sie Salat als spirituellen Anker. In einer Welt voller Lärm und Stress zwingen diese Momente dazu, innezuhalten und sich wieder mit dem Schöpfer zu verbinden.
Es erinnert Gläubige daran, dass egal wie chaotisch der Alltag wird, der Fokus stets auf der inneren Ruhe und der göttlichen Gegenwart liegen sollte.
Kurz gesagt
Salat besteht aus fünf täglichen Pflichtgebeten, die den Tag spirituell strukturieren.
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Wie oft am Tag verrichten Muslime das rituelle Pflichtgebet?
Die dritte Säule, Zakat, bedeutet wörtlich „Reinigung“. Es ist eine obligatorische Abgabe an Arme, die weit über gelegentliche, freiwillige Spenden hinausgeht.
Im Islam gilt Wohlstand als Leihgabe Gottes. Indem Muslime jährlich einen kleinen Teil ihres Ersparten (meist 2,5 %) abgeben, reinigen sie spirituell den verbleibenden Teil ihres Besitzes.
Zakat ist ein systematisches soziales Sicherungssystem. Es soll den Fluss des Reichtums fördern und extreme Armut innerhalb der Gesellschaft nachhaltig bekämpfen.
Es lehrt Empathie, zügelt die menschliche Gier und erinnert die Gläubigen an ihre Verantwortung für die schwächsten Mitglieder ihrer Gemeinschaft.
Kurz gesagt
Zakat ist eine Pflichtabgabe zur Reinigung des Besitzes und zur Unterstützung Bedürftiger.
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Was unterscheidet Zakat von gewöhnlichen, freiwilligen Spenden?
Die vierte Säule ist Saum, das Fasten. Jedes Jahr im Monat Ramadan verzichten gesunde Erwachsene von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Intimität.
Doch Fasten ist mehr als Hunger. Es ist ein spirituelles Trainingslager. Muslime fasten auch von Klatsch, Wut und schlechten Angewohnheiten, während sie Gebete und Wohltätigkeit intensivieren.
Durch den bewussten Verzicht entwickeln Gläubige tiefe Dankbarkeit für das Vorhandene und Mitgefühl für jene Menschen, die täglich unfreiwillig Hunger leiden müssen.
Nach Sonnenuntergang bricht man das Fasten gemeinsam mit Familie und Freunden. Dies macht den Ramadan zu einer Zeit der tiefen Freude und des sozialen Zusammenhalts.
Kurz gesagt
Das Fasten schult Disziplin, Dankbarkeit und das Mitgefühl für die Armen.
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Worauf verzichten Muslime im Ramadan neben Essen und Trinken?
Die fünfte Säule ist die Haddsch, die Pilgerreise nach Mekka. Jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, sollte diese Reise einmal im Leben antreten.
Während der Haddsch versammeln sich Millionen Menschen aus aller Welt. Um soziale Unterschiede aufzuheben, tragen alle Männer schlichte weiße, ungenähte Tücher.
Ein reicher Geschäftsmann und ein einfacher Arbeiter stehen dort Schulter an Schulter, vollkommen gleich vor Gott. Es ist ein kraftvolles Symbol für die Einheit der Menschheit.
Die Rituale der Haddsch folgen den Spuren des Propheten Abraham und seiner Familie. Sie verbinden moderne Muslime mit einem Jahrtausende alten spirituellen Erbe.
Kurz gesagt
Die Haddsch ist die Pilgerreise nach Mekka, die die absolute Gleichheit aller Menschen betont.
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Warum tragen Pilger während der Haddsch schlichte weiße Gewänder?
Während die Säulen die sichtbaren *Taten* beschreiben, bilden die Sechs Glaubensartikel (*Iman*) das unsichtbare Fundament der Überzeugungen im Herzen.
Diese Kerngedanken umfassen den Glauben an den Einen Gott, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Propheten, den Tag des Jüngsten Gerichts und die göttliche Vorsehung.
Man kann sich den Islam wie einen Baum vorstellen. Die Glaubensartikel sind die Wurzeln unter der Erde. Man sieht sie nicht, aber sie halten den gesamten Baum am Leben.
Die Fünf Säulen sind der sichtbare Stamm und die Äste. Ohne die starken, unsichtbaren Wurzeln des Glaubens hätten die äußeren Handlungen keine tiefere Bedeutung.
Kurz gesagt
Die Glaubensartikel bilden das innere Wurzelsystem, das die Taten eines Muslims antreibt.
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Wie stehen die Glaubensartikel laut dem Baum-Vergleich zu den Fünf Säulen?
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