Illustration einer Runde, die neben einem Weihnachtsbaum ein Partyspiel spielt, mit Papierkronen, Geschenken und einer Kreidetafel für die Punkte
KI-generierte Illustration
Events • 16 Min. Lesezeit

27 Spiele für die Weihnachtsfeier: Firma, Familie und Heiligabend

26. September 2026 • von Max H. & Philip S., NerdSip Research Team

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Zusammenfassung
Kurz erklärt: 27 Spiele für die Weihnachtsfeier, von der Weihnachtsquiz-Runde über Teekesselchen an Heiligabend bis zum Schrottwichteln mit Würfeln und Menschen-Bingo für die Firma, jeweils mit Material, Spielerzahl und dem Grund, warum es funktioniert. Dazu 15 „Würdest du eher“-Fragen, 15 Entweder-oder-Fragen und 15 Kennenlernfragen.
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Kurz erklärt: 27 Spiele für die Weihnachtsfeier, sortiert nach Anlass: Quizspiele, Spiele für Heiligabend mit der Familie, Spiele für Erwachsene ohne Vorbereitung, Mal- und Wortspiele, Wichtelspiele, Spiele für die Firmenweihnachtsfeier und zwei für die Onlinefeier. Zu jedem Spiel steht, was du brauchst, wie viele mitspielen und warum es funktioniert. Am Ende: 15 „Würdest du eher“-Fragen, 15 Entweder-oder-Fragen und 15 Kennenlernfragen zum Vorlesen.

Ein gutes Partyspiel lässt sich in einem Satz erklären, während jemand noch den Mantel auszieht. Die meisten Spiele hier schaffen das. Ein paar brauchen zehn Minuten Vorbereitung, und das steht dann auch dabei.

Such dir drei oder vier aus, nicht zehn. Ein Abend braucht ein Spiel, bei dem Nachzügler sofort einsteigen können, eines, bei dem es laut wird, und ein ruhiges für die Zeit, in der das Essen kommt. Den Rest erledigt der Glühwein.

Schnellauswahl: An Heiligabend mit der Familie passen die Weihnachtsquiz-Runde (1) und Teekesselchen (9). Für Erwachsene mit Getränk in der Hand: Wer würde am ehesten (12) und Weihnachtslieder auf Amtsdeutsch (18). Für die Firmenweihnachtsfeier, bei der die Hälfte der Abteilungen noch nie miteinander geredet hat: Menschen-Bingo (22) und die Kennenlernfragen ganz unten. Für die Teams-Feier: die 60-Sekunden-Schnitzeljagd (26).

Quizspiele

Ein Quiz ist ein Partyspiel mit Punktestand. Es funktioniert in jedem Alter, solange die Teams gemischt sind, und es gibt den Stillen am Tisch eine Bühne, ohne dass sie etwas vorführen müssen.

1. Die Weihnachtsquiz-Runde

Du brauchst: eine Liste mit Fragen, Zettel und Stifte. Mitspieler: 4 bis 40, in Teams zu 3 bis 6.

So geht's: Lies zehn Fragen vor, jede zweimal. Die Teams schreiben ihre Antworten auf, tauschen dann die Zettel mit dem Nachbarteam und korrigieren, während du auflöst. Drei Runden zu zehn Fragen füllen gut vierzig Minuten. Fertige Fragen mit Antworten findest du im Weihnachtsquiz, und wer nicht vorlesen will, spielt das interaktive Quiz auf unserer Weihnachtsseite direkt am Handy.

Warum es funktioniert: Durch das Tauschen korrigiert niemand das eigene Team, und bei der Auflösung beginnen die Diskussionen. An die erinnert man sich später am liebsten.

2. Summ mal!

Du brauchst: Zettel mit Weihnachtsliedern. Mitspieler: ab 4, in zwei Teams.

So geht's: Eine Person zieht einen Zettel und summt das Lied mit geschlossenem Mund. Kein Text, kein Lalala. Das eigene Team hat dreißig Sekunden. Dann ist das andere Team dran. Zum Aufwärmen: Last Christmas, Jingle Bells, O Tannenbaum. Schwer wird es bei Liedern, die ähnlich klingen: Leise rieselt der Schnee, Ihr Kinderlein, kommet, Morgen, Kinder, wird's was geben.

Warum es funktioniert: Durch die Nase gesummt klingt die Hälfte aller Weihnachtslieder gleich. Genau darüber lacht der Tisch, jede Runde wieder.

3. Film in einem Satz, schlecht erzählt

Du brauchst: nichts. Mitspieler: ab 3.

So geht's: Beschreib einen Weihnachtsfilm so wenig hilfreich wie möglich, aber ohne zu lügen. „Eine Familie vergisst ihr Kind, und das Kind reagiert mit Gewalt“ ist Kevin allein zu Haus. „Eine junge Frau löst ihre Kleiderfrage mit Nüssen“ ist Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. „Ein Junge aus New York erzieht seinen griesgrämigen Großvater“ ist Der kleine Lord. Wer zuerst richtig rät, bekommt den Punkt und beschreibt den nächsten Film.

Warum es funktioniert: Sich die Beschreibung auszudenken macht genauso viel Spaß wie das Raten. Nachschub gibt es im Weihnachtsfilme-Quiz.

4. Schätzen statt wissen

Du brauchst: Fragen mit einer Zahl als Antwort, Zettel und Stifte. Mitspieler: beliebig viele.

So geht's: Stell Fragen, die niemand genau weiß. Wie viele Geschenke kommen in allen zwölf Strophen von The Twelve Days of Christmas zusammen? (364.) In welchem Jahr wurde Stille Nacht zum ersten Mal gesungen? (1818, an Heiligabend in Oberndorf bei Salzburg.) Seit welchem Jahr schickt Oslo London jedes Jahr einen Weihnachtsbaum für den Trafalgar Square? (Seit 1947.) Alle schreiben eine Zahl auf. Die nächste Schätzung bekommt einen Punkt, eine exakte Antwort drei.

Warum es funktioniert: Niemand liegt komplett daneben, also sitzt niemand frustriert herum. Als Stechen am Ende eines Quiz ist es außerdem unschlagbar.

5. Rätselstaffel

Du brauchst: eine Liste mit Weihnachtsrätseln. Mitspieler: zwei Teams, beliebig groß.

So geht's: Lies einem Team ein Rätsel vor. Es hat eine Minute. Liegt es falsch, darf das andere Team einmal raten und den Punkt klauen. Passende Rätsel, von kinderleicht bis familienstreittauglich, stehen in unseren Weihnachtsrätseln.

Warum es funktioniert: Durch die Klau-Regel hören beide Teams zu, auch wenn sie gerade nicht dran sind.

6. Wahr oder erfunden

Du brauchst: eine Mischung aus echten und ausgedachten Weihnachtsfakten. Mitspieler: beliebig viele.

So geht's: Lies eine Behauptung vor. Alle stimmen gleichzeitig ab: Daumen hoch für wahr, Daumen runter für erfunden. Zwei echte zum Einstieg: Das erste Lied, das im Weltall gespielt wurde, war Jingle Bells. Und im englischen Plum Pudding sind keine Pflaumen. Weitere echte findest du bei den Weihnachtsfakten, die falschen denkst du dir selbst aus.

Warum es funktioniert: Die echten Fakten klingen erfunden, deshalb wirken die erfundenen plötzlich glaubwürdig. Und weil alle gleichzeitig abstimmen, kann niemand beim Klügsten abschauen.

Spiele für Heiligabend mit der Familie

Für die Stunden nach der Bescherung, wenn Oma, Enkel und der Onkel mit den Meinungen am selben Tisch sitzen. Diese Spiele funktionieren, wenn zwischen dem jüngsten und dem ältesten Mitspieler siebzig Jahre liegen.

7. Ich packe meinen Weihnachtssack

Du brauchst: nichts. Mitspieler: 3 bis 12.

So geht's: Wie „Ich packe meinen Koffer“, nur mit Weihnachtssachen. Die erste Person sagt: „Ich packe meinen Weihnachtssack und nehme einen Strohstern mit.“ Die nächste wiederholt das und hängt etwas an: „...einen Strohstern und eine Tüte Zimtsterne.“ Wer etwas vergisst oder die Reihenfolge vertauscht, scheidet aus.

Warum es funktioniert: Kinder schlagen Erwachsene hier regelmäßig, und das wissen sie auch.

8. Wer bin ich? Weihnachtsausgabe

Du brauchst: Klebezettel und einen Stift. Mitspieler: 4 bis 12.

So geht's: Jede Person bekommt einen Zettel auf die Stirn, auf dem eine Weihnachtsfigur steht, die alle außer ihr lesen können: Aschenbrödel, Kevin, der Grinch, Rudolph, das Christkind, Knecht Ruprecht, Krampus, Frau Holle, Olaf, Ebenezer Scrooge. Reihum stellt jede Person eine Ja-Nein-Frage über sich selbst. Bei Ja darf sie weiterfragen.

Warum es funktioniert: Es läuft nebenbei weiter, während gegessen wird, und die Fragen („Bin ich gruselig?“ an Oma gerichtet) sind oft lustiger als die Lösung.

9. Teekesselchen

Du brauchst: nichts. Mitspieler: 4 bis 15.

So geht's: Zwei Personen einigen sich heimlich auf ein Wort mit zwei Bedeutungen. Abwechselnd beschreiben sie „ihr“ Teekesselchen, bis jemand das Wort errät. Weihnachtswörter, die dafür wie gemacht sind: Krippe (im Stall und in der Kita), Kranz (Advent und Frankfurter), Mandel (gebrannt und im Hals), Kugel (am Baum und in der Eiswaffel), Stern (am Himmel und im Blumentopf), Plätzchen (auf dem Teller und im Park).

Warum es funktioniert: Es ist ein Spiel, das fast jede deutsche Familie noch von früher kennt, also muss niemand Regeln lernen. Und die Hinweise („Mein Teekesselchen kostet Kitagebühren“) sind ein eigenes Vergnügen.

10. Plätzchen-Blindverkostung

Du brauchst: einen Teller mit verschiedenen Plätzchen und ein Tuch für die Augen. Mitspieler: 3 bis 12.

So geht's: Eine Person bekommt die Augen verbunden und probiert ein Plätzchen nach dem anderen: Vanillekipferl, Zimtstern, Spekulatius, Lebkuchen, Dominostein, Butterplätzchen, ein Stück Stollen. Für jedes richtig erkannte gibt es einen Punkt. Bonuspunkt, wenn sie auch errät, wer es gebacken hat.

Warum es funktioniert: Plätzchen sind an Weihnachten ohnehin im Haus, und alle halten sich für Experten. Bis der Zimtstern als Lebkuchen durchgeht.

11. Das Ja-Nein-Spiel nach Dickens

Du brauchst: nichts. Mitspieler: 4 bis 15.

So geht's: Eine Person denkt sich etwas aus, die anderen dürfen nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden. Die Hausregel für Weihnachten: Die Lösung muss jemand oder etwas im Raum sein, Hund und Gastgeber eingeschlossen.

Warum es funktioniert: Es braucht nichts, deshalb hat es so lange überlebt. In Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens sieht Scrooge zu, wie die Gäste seines Neffen Fred genau dieses Spiel spielen. Nach Hinweisen wie „ein unangenehmes Tier, das knurrt und grunzt und in London lebt“ lautet die Lösung: Onkel Scrooge. Der unsichtbare Scrooge bettelt den Geist um eine weitere halbe Stunde an, nur um weiter zuzusehen.

Weihnachtsspiele für Erwachsene ohne Vorbereitung

Für die Runde, in der die Kinder schon im Bett sind und der Rotwein offen ist.

12. Wer würde am ehesten ...?

Du brauchst: nichts. Mitspieler: 5 bis 20 Erwachsene.

So geht's: Lies eine Frage vor, die mit „Wer würde am ehesten ...“ beginnt. Auf drei zeigen alle gleichzeitig auf eine Person. Wer die meisten Finger abbekommt, muss sich erklären. Fragen, die funktionieren: ein Geschenk vor Heiligabend heimlich aufmachen und wieder einpacken; ein Geschenk an genau die Person zurückverschenken, von der es kam; den Baum bis Ostern stehen lassen; alle Geschenke am 24. Dezember um 13 Uhr kaufen; bei einem Supermarkt-Werbespot weinen; auf der Firmenfeier als Letztes gehen.

Warum es funktioniert: Es ist ehrlich, ein bisschen frech und nach Sekunden vorbei. Eine Regel hält es freundlich: Lies nur Fragen vor, bei denen du selbst gern gezeigt würdest.

13. Das schlimmste Geschenk

Du brauchst: nichts, oder einen schlimmen Preis. Mitspieler: 4 bis 20.

So geht's: Alle erzählen in unter einer Minute vom schlimmsten Weihnachtsgeschenk, das sie je bekommen haben. Die Runde stimmt ab, der Sieger bekommt einen Preis. Idealerweise einen schlimmen.

Warum es funktioniert: Jeder hat eine Geschichte, niemand muss witzig sein, und in den besten kommt immer eine Tante vor.

14. Weihnachts-ABC

Du brauchst: nichts. Mitspieler: 3 bis 12.

So geht's: Reihum nennt jede Person etwas Weihnachtliches mit dem nächsten Buchstaben: Adventskranz, Bescherung, Christstollen und so weiter. Wer länger als fünf Sekunden braucht, fliegt raus. Klärt vorher, was bei Q, X und Y gilt, sonst gibt es Streit. Oder genau deshalb nicht.

Warum es funktioniert: Es fängt leicht an und wird schnell eng. Spätestens bei Q ruft der ganze Tisch Vorschläge.

Mal- und Wortspiele

Hier gewinnen die Witzigen, nicht die Belesenen. Du brauchst Zettel und Stifte, mehr nicht.

15. Montagsmaler, Weihnachtsausgabe

Du brauchst: großes Papier oder ein Flipchart, dicke Stifte, Zettel mit Begriffen. Mitspieler: ab 6, in zwei Teams.

So geht's: Eine Person zieht einen Begriff und zeichnet ihn, ohne Buchstaben und Zahlen, das eigene Team rät. Eine Minute pro Begriff. Gute Begriffe: Adventskalender, Feuerzangenbowle, Krippenspiel, Weihnachtsmarkt, Schrottwichteln, Lametta. Der Name stammt von der Fernsehshow Die Montagsmaler, die 1974 mit Frank Elstner startete.

Warum es funktioniert: Wörter wie Feuerzangenbowle zu zeichnen ist fast unmöglich, und genau das macht es lustig. Für die Firmenfeier passt das Flipchart aus dem Besprechungsraum perfekt.

16. Verbotene Wörter

Du brauchst: Karten mit einem Begriff und fünf verbotenen Wörtern. Mitspieler: ab 4, in zwei Teams.

So geht's: Wie bei Tabu: Eine Person erklärt ihrem Team in sechzig Sekunden einen Begriff, ohne die verbotenen Wörter zu benutzen. Adventskranz: Kerze, vier, Sonntag, Tanne, anzünden. Glühwein: Wein, heiß, Weihnachtsmarkt, Tasse, trinken. Lametta: Baum, glitzern, Silber, hängen, Loriot.

Warum es funktioniert: Weihnachten ohne Weihnachtswörter zu erklären ist schwerer, als es klingt, und die Panik ist herrlich anzusehen.

17. Stadt, Land, Weihnachten

Du brauchst: Zettel, Stifte, eine Liste mit Kategorien. Mitspieler: 3 bis 12.

So geht's: Wie Stadt, Land, Fluss, nur mit anderen Spalten: ein Weihnachtsfilm, etwas am Baum, ein Geschenk unter 20 Euro, etwas vom Weihnachtsmarkt, ein Weihnachtslied, ein Grund, früher von der Firmenfeier zu gehen. Einer sagt still das Alphabet auf, jemand ruft Stopp, dann hat die Runde zwei Minuten. Punkte gibt es nur für Antworten, die sonst niemand hat.

Warum es funktioniert: Die Spalten sind der Witz. Tausch sie gegen Kategorien aus deiner Familie oder deiner Firma, dann wird es persönlich.

18. Weihnachtslieder auf Amtsdeutsch

Du brauchst: Zettel und Stifte. Mitspieler: ab 4.

So geht's: Alle übersetzen einen Weihnachtsliedtitel ins trockenste Behördendeutsch, das sie hinbekommen, und die anderen raten das Original. Zum Einstieg vorlesen: „Nächtliche Ruhephase ohne Lärmbelästigung“ (Stille Nacht). „Niederschlag in fester Form bei geringer Geräuschentwicklung“ (Leise rieselt der Schnee). „Anfrage zur Farbbeständigkeit eines Nadelgehölzes“ (O Tannenbaum). „Terminankündigung: Zuwendung an Minderjährige am Folgetag“ (Morgen, Kinder, wird's was geben). „Einladung an Minderjährige zum Ortstermin“ (Ihr Kinderlein, kommet).

Warum es funktioniert: Das Ausdenken ist das Spiel. Auf der Firmenweihnachtsfeier ist es besonders gut, weil dort alle diese Sprache fließend sprechen.

Wichteln und Geschenkespiele

19. Schrottwichteln mit Würfeln

Du brauchst: ein eingepacktes Geschenk pro Person (Schrott aus dem eigenen Keller, nichts Gekauftes), einen Würfel, einen Timer. Mitspieler: 6 bis 30.

So geht's: Alle Geschenke kommen in die Mitte, der Timer läuft zwanzig Minuten. Reihum wird gewürfelt. Eine 6: Nimm dir ein Geschenk aus der Mitte. Eine 1: Klau jemandem ein Geschenk. Eine 3: Alle geben ihr Geschenk nach links weiter. Alles andere: nichts passiert. Ist die Mitte leer, bedeutet auch die 6 klauen. Wenn der Timer klingelt, wird ausgepackt, und was du in der Hand hast, gehört dir.

Warum es funktioniert: Weil alle Schrott mitbringen, muss niemand Freude über ein Geschenk heucheln, und das Klauen macht aus der Adventsvase ein heiß umkämpftes Objekt. Der Name Wichteln kommt übrigens vom Wichtel, einer Sagengestalt, die heimlich Gutes tut. In Norddeutschland heißt der Brauch auch Julklapp, nach dem schwedischen Wort für Weihnachtsgeschenk.

20. Die Rechts-links-Geschichte

Du brauchst: ein eingepacktes Geschenk und eine kurze Geschichte voller „rechts“ und „links“. Mitspieler: 6 bis 20, im Kreis.

So geht's: Du liest eine Geschichte vor. Jedes Mal, wenn das Wort rechts fällt, wandert das Geschenk einen Platz nach rechts, bei links nach links. Wer es am Ende in der Hand hat, darf es behalten. Eine eigene Geschichte schreibst du in fünf Minuten, eine Vorlage steht darunter.

Warum es funktioniert: Alle müssen genau zuhören, das Geschenk wechselt ständig die Hände, und wie es ausgeht, weiß nicht einmal die Vorleserin.

Eine Rechts-links-Geschichte zum Vorlesen: An Heiligabend ging Opa Heinz los, um den letzten Baum zu kaufen. Am Bäcker bog er links ab, an der Kirche rechts, und stand vor zwei Bäumen: links eine schiefe Tanne, rechts eine kahle Fichte. Er nahm die Tanne links, trug sie nach Hause, bog zweimal links ab und einmal rechts und stellte sie ins Wohnzimmer, links neben das Sofa. Oma sah sie lange an und sagte nur: „Rechts wäre schöner gewesen.“ Und das Geschenk? Das behält, wer es jetzt in der Hand hat.

21. Wichtel-Detektiv

Du brauchst: eine laufende Wichtelrunde. Mitspieler: 6 bis 40.

So geht's: Vor der großen Auflösung darf jede Person drei Ja-Nein-Fragen an die Runde über ihren Wichtel stellen und dann einmal raten. Wer richtig liegt, bekommt einen kleinen Preis. Die Wichtel müssen ehrlich antworten, dürfen dabei aber so unbewegt schauen, wie sie wollen.

Warum es funktioniert: Aus einem Wichteln, das ohnehin stattfindet, wird ohne zusätzliche Kosten ein zweites Spiel.

Ein Weihnachtsspiel, das du nicht wiederbeleben solltest: Snapdragon. In England spielten Familien es jahrhundertelang an Heiligabend. Rosinen kamen in eine flache Schale, Brandy darüber, dann wurde das Ganze angezündet. Die Spieler griffen mit bloßen Händen nach den brennenden Rosinen und aßen sie, solange sie noch brannten. Nimm lieber Zuckerstangen-Angeln.

Spiele für die Firmenweihnachtsfeier

Die Weihnachtsfeier in der Firma hat ein eigenes Problem: Leute, die sich jeden Tag sehen und kaum etwas voneinander wissen, dazu die Chefin am Nebentisch. Die besten Spiele für die Firma sind kurz, laufen im Team und lassen niemanden peinlich dastehen.

22. Menschen-Bingo

Du brauchst: eine ausgedruckte Bingokarte pro Person, mit sechzehn Feldern. Mitspieler: 10 bis 100.

So geht's: In jedem Feld steht eine Eigenschaft: hat noch nie Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gesehen; war dieses Jahr schon auf drei Weihnachtsmärkten; kann alle Strophen von O Tannenbaum; hat im Dezember Geburtstag; hat schon mal an Heiligabend gearbeitet; backt selbst Plätzchen; hat alle Geschenke schon besorgt; hat einen echten Baum. Alle laufen herum und suchen für jedes Feld eine andere Person, die unterschreibt. Wer zuerst eine volle Reihe hat, ruft Bingo.

Warum es funktioniert: Es gibt allen einen Grund und einen Gesprächsanfang, um mit den Kollegen zu reden, mit denen sie sonst nie reden. Die meisten sind dankbar dafür.

23. Wessen Kinderfoto?

Du brauchst: ein Weihnachtsfoto aus der Kindheit von jeder Person, vorher eingesammelt. Mitspieler: 8 bis 50.

So geht's: Eine vertrauenswürdige Person sammelt die Fotos ein, nummeriert sie und zeigt sie auf dem Beamer oder an einer Pinnwand. Alle schreiben auf, wer welches Kind ist. Die Auflösung kommt am Ende, Foto für Foto.

Warum es funktioniert: Niemand kann sich darauf vorbereiten, und die Fotos erledigen die ganze Arbeit. Der Geschäftsführer im Rentierpulli ist jedes Mal der Höhepunkt.

24. Zuckerstangen-Angeln

Du brauchst: eine Packung Zuckerstangen und zwei Schüsseln pro Team. Mitspieler: ab 4, in Teams.

So geht's: Alle halten eine Zuckerstange am geraden Ende im Mund. Ohne Hände angeln sie damit Zuckerstangen aus der einen Schüssel und legen sie in die andere. Sechzig Sekunden pro Person, als Staffel. Das Team mit den meisten Zuckerstangen gewinnt.

Warum es funktioniert: Dabei sieht niemand würdevoll aus, und das stellt alle auf eine Stufe, die Abteilungsleitung eingeschlossen.

25. Einhändig einpacken

Du brauchst: Geschenkpapier, Klebeband, Scheren, gleich große Kartons. Mitspieler: Zweierteams, beliebig viele.

So geht's: Zwei Personen stehen nebeneinander, jede darf nur die äußere Hand benutzen. Zusammen sind sie also ein Mensch mit zwei Händen, die nicht zusammengehören. Gemeinsam packen sie einen Karton ein, eine Jury bewertet Tempo und Schönheit.

Warum es funktioniert: Es erzwingt echte Teamarbeit in zwei Minuten, und du siehst sofort, wer führt und wer folgt. Teambuilding, ohne dass es jemand so nennen muss.

Spiele für die Online-Weihnachtsfeier

Bei einer Weihnachtsfeier über Teams oder Zoom funktionieren Spiele, die den Leuten etwas zu tun geben: mit den Händen oder im Chat.

26. Die 60-Sekunden-Schnitzeljagd

Du brauchst: eine Kamera. Mitspieler: 4 bis 30.

So geht's: Die Moderation ruft einen Gegenstand aus, und alle haben sechzig Sekunden, ihn zu holen und in die Kamera zu halten: etwas Rotes; die älteste Weihnachtsdeko in deiner Wohnung; etwas, das nach Weihnachten riecht; das schlimmste Geschenk, das du noch besitzt; eine Tasse mit Geschichte. Wer als Letztes zurück ist, verliert die Runde.

Warum es funktioniert: Es holt die Leute vom Stuhl und zeigt ein Stück ihres Zuhauses. Das ist das Einzige, was ein Videocall besser kann als das Büro.

27. Nahaufnahme

Du brauchst: ein paar extrem vergrößerte Fotos von Weihnachtsdingen. Mitspieler: beliebig viele.

So geht's: Die Moderation teilt ein Foto, das so stark vergrößert ist, dass man kaum etwas erkennt: eine Christbaumkugel, Lametta, die Kruste eines Stollens, die Naht einer Nikolausmütze. Dann zoomt sie Schritt für Schritt heraus. Wer zuerst im Chat richtig tippt, bekommt den Punkt.

Warum es funktioniert: Es läuft über den Chat, also spielen die Stillen genauso mit wie die Lauten.

Würdest du eher: 15 Weihnachtsfragen

Spiel sie als Bewegungsspiel: Frage vorlesen, alle gehen auf die linke oder rechte Seite des Raums. Dann bekommt je eine Person pro Seite zwanzig Sekunden, um ihre Wahl zu verteidigen. Am Tisch geht es auch per Handzeichen.

  • Würdest du eher alle Geschenke schon am Nachmittag auspacken oder bis nach dem Essen warten?
  • Würdest du eher nur noch ein einziges Weihnachtslied hören dürfen oder nie wieder eines?
  • Würdest du eher Weihnachten am Strand verbringen oder eingeschneit in einer Hütte ohne WLAN?
  • Würdest du eher an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen essen oder Gänsebraten mit Klößen?
  • Würdest du eher jedes Jahr Socken geschenkt bekommen oder ein Überraschungsgeschenk, das entweder großartig oder furchtbar ist?
  • Würdest du eher alle Geschenke der Familie einpacken oder das ganze Weihnachtsessen allein kochen?
  • Würdest du eher jeden Monat Weihnachten feiern oder nur alle vier Jahre?
  • Würdest du eher in einem kitschigen Weihnachtsfilm mitspielen oder in einem Weihnachtshorrorfilm?
  • Würdest du eher mit einem Kirchenchor im Aufzug stecken bleiben oder mit einem Pantomimen im Weihnachtsmannkostüm?
  • Würdest du eher deine Familie deinen Suchverlauf vom Dezember lesen lassen oder deine Chatnachrichten?
  • Würdest du eher einen Baum haben, der am 26. alle Nadeln verliert, oder einen, der keine verliert, aber nach nichts riecht?
  • Würdest du eher ein echtes Rentier als Haustier halten oder einen Schneemann haben, der nie schmilzt?
  • Würdest du eher auf der Firmenweihnachtsfeier eine Rede halten oder Karaoke singen?
  • Würdest du eher vorher wissen, was in jedem Geschenk steckt, oder nie erfahren, von wem es kommt?
  • Würdest du eher das Christkind treffen oder den Weihnachtsmann?

Entweder oder: 15 Weihnachtsfragen

Die schnelle Variante. Zwei Optionen vorlesen, alle antworten gleichzeitig, Begründungen verboten. Fünfzehn am Stück dauern etwa zwei Minuten und verraten erstaunlich viel über die Runde.

  • Echter Baum oder Plastikbaum?
  • Christkind oder Weihnachtsmann?
  • Kartoffelsalat oder Gänsebraten?
  • Glühwein oder Kinderpunsch?
  • Stollen oder Lebkuchen?
  • Last Christmas oder Stille Nacht?
  • Kevin allein zu Haus oder Drei Haselnüsse für Aschenbrödel?
  • Schnee oder Sonne?
  • Bunte Lichter oder warmweiße?
  • Bescherung vor dem Essen oder danach?
  • Plätzchen selbst gebacken oder gekauft?
  • Geschenkpapier oder Geschenktüte?
  • Weihnachtsmarkt oder Sofa?
  • Wichteln im Büro oder gar keine Geschenke?
  • Dekorieren ab dem ersten Advent oder schon im November?

Kennenlernfragen für die Weihnachtsfeier

Für Tische, an denen sich nicht alle gut kennen, zum Beispiel wenn bei der Firmenfeier zwei Abteilungen zusammensitzen. Sie sind besser als „Und, schon was vor über die Feiertage?“, weil jede eine konkrete Antwort hat und meistens eine Geschichte dazu. Für den Rest des Jahres gibt es mehr Gesprächseinstiege, die nicht nach Schablone klingen.

  • Was ist das beste Geschenk, das du je jemandem gemacht hast?
  • Welche Weihnachtstradition deiner Familie würde ein Außenstehender seltsam finden?
  • Was gab es bei euch an Heiligabend zu essen, als du klein warst?
  • Was hast du dir mit acht Jahren am meisten zu Weihnachten gewünscht?
  • Welchen Weihnachtsfilm schaust du jedes Jahr, egal wie oft du ihn schon kennst?
  • Welches Weihnachtsessen magst du heimlich nicht?
  • Wo hast du den ungewöhnlichsten Heiligabend deines Lebens verbracht?
  • Wie hast du erfahren, dass es das Christkind oder den Weihnachtsmann nicht gibt?
  • Welches Weihnachtslied kannst du komplett auswendig?
  • Wen würdest du zum Weihnachtsessen einladen, wenn du jeden Menschen einladen dürftest, lebend oder tot?
  • Was ist dein ältester Weihnachtsschmuck, und woher stammt er?
  • Welches Weihnachtslied würdest du am liebsten für immer verbieten?
  • Was muss passieren, damit es sich für dich endlich nach Weihnachten anfühlt?
  • Welchen Weihnachtsbrauch aus einem anderen Land würdest du sofort übernehmen?
  • Was war das Schönste, das dir dieses Jahr passiert ist?

So wird der Spieleabend gut

Fang mit einem Spiel an, bei dem Nachzügler sofort einsteigen können, etwa Menschen-Bingo, damit niemand mitten in Regeln hineinplatzt, die er verpasst hat. Das laute Spiel gehört in die Mitte des Abends, wenn die Stimmung am höchsten ist. Zum Schluss etwas Ruhigeres, während der Nachtisch herumgeht. Misch in jedem Team Alter und Abteilungen. Hör mit jedem Spiel auf, solange es noch Spaß macht, nicht erst, wenn alle genug haben. Und halte die Preise billig und albern: Eine Schokoladen-Weihnachtsfrau löst mehr Jubel aus als ein Gutschein.

Wenn du ein Quiz planst, findest du Nachschub im Pub Quiz, bei den Quizfragen nach Kategorien und in unseren Kneipenquiz-Fragen. Wer wissen will, woher Nikolaus und Adventskranz eigentlich kommen, liest die Geschichte des Nikolaus und die Bedeutung des Advents. Und falls das Quiz im Streit darüber endet, wer die ersten elektrischen Lichter an einen Weihnachtsbaum gehängt hat: NerdSip macht aus genau so einer Frage einen Fünf-Minuten-Kurs mit Quiz am Ende. Dann gewinnst du nächstes Jahr.

Häufig gestellte Fragen

Welche Spiele eignen sich für die Weihnachtsfeier in der Firma?

Kurze Teamspiele, bei denen niemand peinlich dastehen kann: Menschen-Bingo zum Kennenlernen, Wessen Kinderfoto?, Zuckerstangen-Angeln als Staffel, Einhändig einpacken in Zweierteams und eine Weihnachtsquiz-Runde in gemischten Teams. Für die Online-Feier passt die 60-Sekunden-Schnitzeljagd.

Wie funktioniert Schrottwichteln mit Würfeln?

Alle bringen ein eingepacktes Schrottgeschenk mit, die Geschenke liegen in der Mitte, ein Timer läuft zwanzig Minuten. Reihum wird gewürfelt: Bei einer 6 nimmst du ein Geschenk aus der Mitte, bei einer 1 klaust du jemandem eins, bei einer 3 geben alle ihr Geschenk nach links. Ist die Mitte leer, bedeutet auch die 6 klauen. Wenn der Timer klingelt, wird ausgepackt.

Welche Weihnachtsspiele für Erwachsene gehen ohne Vorbereitung?

Wer würde am ehesten ...?, Das schlimmste Geschenk, das Weihnachts-ABC und das Ja-Nein-Spiel, bei dem die Lösung jemand im Raum sein muss. Alle brauchen kein Material und sind in wenigen Minuten erklärt.

Welche Spiele passen an Heiligabend zur Familie?

Spiele, bei denen Kinder und Großeltern gleich gute Chancen haben: Ich packe meinen Weihnachtssack, Teekesselchen mit Wörtern wie Krippe oder Mandel, Wer bin ich? mit Weihnachtsfiguren, eine Plätzchen-Blindverkostung und eine leichte Weihnachtsquiz-Runde in gemischten Teams.

Woher kommt das Wichteln?

Der Name kommt vom Wichtel, einer Sagengestalt, die heimlich Gutes tut. In Norddeutschland und Skandinavien heißt derselbe Brauch auch Julklapp, nach dem schwedischen Wort für Weihnachtsgeschenk. Schrottwichteln ist eine jüngere Spielart, bei der absichtlich nutzlose Dinge verschenkt werden.

Wie viele Spiele braucht eine Weihnachtsfeier?

Drei bis vier für einen Abend: eines, bei dem Nachzügler sofort einsteigen können, ein lautes für die Mitte und ein ruhiges für die Zeit, in der gegessen wird. Hör mit jedem Spiel auf, solange es noch Spaß macht.

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Redaktionell verantwortlich: ai51 UG (haftungsbeschränkt). Der verantwortliche Redakteur ist im Impressum benannt.

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